Der am 23. 1. 2009 in Eisenstadt abgehaltene zweite runde Tisch der Grünen Bildungswerkstatt und des Grünen Landtagsklubs zum Thema „Sprachenvielfalt“ hat eindeutige Ergebnisse gebracht:
„Die Chancen unserer Jugend in einem Europa mit offenen Grenzen und der Freizügigkeit des Arbeitsmarktes liegen in einer mehrsprachigen Ausbildung. Und diese muss schon in frühester Kindheit beginnen.“
Wissenschaftliche Ergebnisse zeigen, dass Schon vor dem 4. Lebensjahr mit einer Zweitsprache, am besten mit einer Regional - oder Nachbarsprache begonnen werden sollte. Zwei- und mehrsprachige BurgenländerInnen werden dann im pannonischen Raum keinen Wettbewerbsnachteil gegenüber gut ausgebildeten, zweisprachigen Konkurrenten aus den osteuropäischen Ländern haben.
„Univ. Prof. Dr. Georg Gombos meinte, angesichts der Öffnung der Grenzen innerhalb Europas könnten wir es uns nicht mehr länger leisten, unsere Kinder nur einsprachig zu erziehen. Der zukünftige Europäer/Europäerin müsse drei Sprachen sprechen: die Staatssprache, Englisch und eine Regionalsprache (in unserem Fall eine der VG-Sprachen oder eine Nachbarsprache).
Das Burgenland hat eine historische Chance, die nicht vertan werden darf: mit den Volksgruppensprachen Ungarisch und Kroatisch kann man bereits auf vorhandene Bildungsstrukturen zurückgreifen und diese flächendeckend ausbauen. „Die Investitionen für eine bessere sprachliche Qualifizierung sind Investitionen in die Zukunft unserer Kinder.“
Daher: flächendeckender Ausbau des kostenlosen Angebotes unserer Regionalsprachen in den Kinderkrippen und Kindergärten und Weiterführung dieses Angebotes über die Volksschulen bis zur Matura. Kostenloses Angebot für Spracherwerb auch in der Erwachsenenbildung!
Im Anhang findet ihr einen exzellenten Artikel von U.Prof. Georg Gombos zum Thema “Mehrsprachigkeit und Kindergarten…”
Geschrieben von: Josko Vlasich am 1.02.2009