Wozu Sprachenvielfalt. Ade?

Sprachenvielfalt ade? Das dachte ich mir, als mir der Schulbericht/Statistikbericht des Jahres 2007/2008 in die Hände viel. Unglaublich, was mit den Kroatisch-Sprachkenntnissen vor sich geht! In 30 Jahren ging beinahe alles verloren. Die Eltern an zweisprachigen kroatischen Volksschulen geben an, dass nur noch 23% der Schulkinder Kroatisch können. Das heißt, dass im Nordburgenland kaum noch kroatischsprachige Kinder in die Volksschule kommen, da ja im Mittel- und Südburgenland etwa ein Drittel bis die Hälfte angeben, Kroatisch zu können. 

Insgesamt sind es gerade noch etwa 300 Kinder, die mit halbwegs guten Kroatischkenntnissen in die Volksschule eintreten. Da muss dringend nachgesehen werden, was zu diesem alarmierenden Zustand geführt hat. 

Neue Rahmenbedingungen müssen her. Daher habe ich mir gedacht, eine Veranstaltungsreihe zum Thema Sprachenvielfalt könnte da weiter helfen. Sich zusammensetzen mit PädagogInnen, ExpertInnen, Eltern und Betroffenen, das steht jetzt an. 

Großes Interesse gab es beim ersten Runden Tisch (am 15. November in der KUGA) und auch ei paar interessante Resultate: etwa, dass es mit dem Ungarischen aufwärts geht und das das Kroatische in puncto Image Nachhilfe vertragen könnte.