Wofür ich stehe

für Gleichberechtigung aller BurgenländerInnen, unabhängig von ihrer Sprache, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung, regionaler Herkunft oder  Dorfzugehörigkeit.

für flächendeckendes kostenloses Sprachenangebot der Volksgruppen- und Nachbarsprachen (Kroatisch, Ungarisch, Roman, Slowakisch, Slowenisch) in allen Bildungseinrichtungen des Burgenlandes, angefangen von der Kinderkrippe bis zu den universitären Einrichtungen.
Ziel: unsere Kinder sprechen alle mindestens drei Sprachen: Deutsch, Volksgruppen- oder Nachbarsprache und Englisch. Das bringt Vorteile für unsere Jugend auf dem Arbeitsmarkt und führt zu einem besseren Verständnis über die Grenzen hinweg. Der Friede wird gesichert, die Toleranz wächst. Gleichzeitig trägt es zum Erhalt der kulturellen und sprachlichen Vielfalt im Burgenland bei.
für bessere Bildungsangebote für alle:
Die gemeinsame Schule der 10-14-Jährigen muss kommen. Viel zu früh teilen wir die Kinder in „intelligente“, heißt fürs Gymnasium taugliche und solche, die in die Hauptschule gehen sollen. Dadurch gehen viele Talente verloren, aber auch die soziale Selektion findet weiter statt. Kinder aus bildungsferneren Schichten sind weiterhin bei Matura und Universitätsabschluss in der Minderheit. Schulische Frühförderung, Gesamtschule (auch als Ganztagsangebot) sind für mich ein Muss.
für Klimaschutz: bis Ende des Jahrhunderts droht eine unvorstellbare Katastrophe, wenn wir nicht entgegensteuern. Daher: weg mit den Treibhausgasen, runter mit dem CO2-Ausstoß. Alternative Heizsysteme (Holz, Pellets, Erdwärme, Sonne, Niedrigenergiehäuser, Passivhäuser), Ausbau des öffentlichen Verkehrs, Förderung von Elektroautos, - mopeds und -fahrrädern. Wenn wir den Klimawandel nicht stoppen, schaut es für unsere Kinder und Enkelkinder nicht gut aus.
für Umwelt- und Naturschutz: Unsere Landschaft ist noch halbwegs intakt, allerdings werden täglich mehrere Hektar Grünland zubetoniert. Die Wucherung der Einkaufszentren an den Ortsrändern auf der Grünen Wiese muss eingedämmt werden. Der Reiz der burgenländischen Dörfer und unserer Landschaft leidet darunter immer mehr. Die Einzigartigkeit unserer Natur- und Kulturlandschaft, deretwegen wir uns hier so wohl fühlen und deretwegen auch viele Gäste gerne zu uns kommen, steht auf dem Spiel. Ein weiterer Ausbau der Schnellstraßen führt zu einer Transitlawine, gegen die der Transit in Tirol ein „Lapperl“ ist.
für Biolandbau: biologische Lebensmittel sind hochqualitative Lebensmittel, sie sind gut für die Gesundheit der Menschen und für den Erhalt gesunder Böden. Der Biolandbau schafft und erhält Arbeitsplätze und fördert die Artenvielfalt (Biodiversität). Bio hält Gentechnik fern von unseren Feldern!
für soziale Gerechtigkeit: Unser Steuersystem bevorzugt immer stärker die Reichen und Superreichen. Der Faktor Arbeit muss entlastet werden (weniger Lohnsteuer!), die Mindesteinkommen sind anzuheben. Es darf zu keinem Dumping bei den Gehältern zwischen BurgenländerInnen und auswärtigen Arbeitskräften kommen.
 
für Integration
Asylwerbende haben ein Recht auf Schutz und Unterstützung. Zuwanderung und Integration sind schwierige Herausforderungen, die Zeit brauchen. Keine Frage: es gibt auch Probleme – etwa in Dörfern, wo der Anteil der AsylwerberInnen oder der Ausländeranteil sehr hoch ist oder auch an Schulen. Integration heißt Dialog, durchaus auch kritischer Dialog! Das Erlernen der Sprache ist eine Grundvoraussetzung für die Integration – wir brauchen entsprechende Angebote in der Schule, aber auch für Erwachsene!
 
für ein Bleiberecht: alle Flüchtlinge, die seit mehr als 4-5 Jahre bei uns leben, gut integriert sind, hier arbeiten und unbescholten sind, deren Kinder in die Schule gehen und in den Dörfern integriert sind, sollen ein Recht haben, einen Bleiberechtsantrag stellen zu können.
Wir BurgenländerInnen haben es schon oft bewiesen, dass wir gerne helfen, wenn nötig auch gerne teilen (der heilige Martin ist nicht umsonst unser Landespatron!).
Das Burgenland ist ein Land der kulturellen und sprachlichen Vielfalt. Diese positiven Charaktereigenschaften sind uns wichtiger als Ausländerfeindlichkeit und Rassismus!
Für Stärkung der Kleinst- und Kleinunternehmen: sie sind das Rückgrat unserer regionalen Wirtschaft, sie schaffen und erhalten Arbeitsplätze, die nicht von Abwanderung bedroht sind. Sie sind innovativ, ökologisch und zukunftsorientiert. Daher müssen für sie bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden und nicht nur für Großbetriebe, die nach fünf Jahren wieder abwandern. Mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung sind ebenfalls vonnöten.
für Vielfalt des kulturellen Angebotes jenseits von Mega-Events! Die kreative und alternative Kulturszene muss stärker gefördert werden. Neue Formen von Theater, Literatur, Musik und Film müssen im Burgenland einen höheren Stellenwert bekommen. Die Sommerfestivals sind zwar ein kulturtouristisches Angebot, ein Jahr dauert allerdings 12 Monate und nicht 8 Wochen! Die alternativen Kulturzentren müssen genau so gefördert werden wie die Landes-Kulturzentren. Autonome Jugendzentren braucht das Land!