WLV verweist in Resolution auf Trinkwassergefährdung durch hohe Nitratbelastung
Mattersburg (18. Juni 2010) – Wasser ist eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen, und doch wird zu oft sorglos damit umgegangen. Die Mitterndorfer Senke im burgenländisch-niederösterreichischen Grenzgebiet gehört zu den bedeutendsten Grundwasserreservoirs in Mitteleuropa und versorgt über 200.000 Menschen mit Trinkwasser. Darunter befinden sich auch die EinwohnerInnen des Bezirkes Mattersburg.
Dieses Grenzgebiet hat sich nun zu einem Zentrum für große industrielle Schweinezuchtfabriken entwickelt. Das hat durch das gemeinsame Grundwasserresservoir auch Konsequenzen für den Bezirk Mattersburg. Durch das Ausbringen von Gülle auf den Feldern hat die Nitratbelastung der Böden – und damit die Gefährdung des Grundwassers – bereits ein bedenkliches Ausmaß angenommen. Trotzdem sollen noch weitere Schweinezuchtbetriebe errichtet werden.
Resolution
Vor kurzem hat der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland daher eine Resolution beschlossen, in welcher die zuständigen Behörden und politischen Stellen aufgefordert werden, endlich konkrete Maßnahmen zum Schutz der Trinkwasserversorgung zu treffen. 65 Gemeinden haben hier unterschrieben.
„Diese Maßnahme zeigt, wie ernst die Situation tatsächlich ist“; so Sonja Sieber, Bezirkssprecherin der Grünen in Mattersburg. „Wir haben schon vor einigen Monaten darauf hingewiesen, dass es vor der Errichtung neuer Betriebe in diesem äußerst sensiblen Bereich unbedingt eine strategische Umweltprüfung geben muss!“
Grüne fordern Wasserschutzplan
Zusätzlich fordern die Grünen burgenlandweit einen umfassenden Wasserschutzplan, der die Bereiche Trinkwasserschutz, Grundwasserschutz, Abwasserentsorgung und Gewässerschutz umfasst. „Der Wasserschutzplan soll der Bevölkerung die Möglichkeit geben, gegen Ausbeutung, Verschmutzung und jede andere Bedrohung unserer Wasserreserven aktiv vorzugehen. Wasser ist die wichtigste Ressource der Zukunft“ so Sonja Sieber weiter.
Geschrieben von: Wolfgang am 21.06.2010
