Unser Burgenland ist anders
Liebe FreundInnen, geschätzte Damen und Herren,
nächsten Sonntag wird im Südburgenland eine Volksbefragung abgehalten, die mit latenter Fremdenfeindlichkeit Stimmung machen soll, ganz wie einst Jörg Haiders Ausländervolksbegehren. Die Menschen im Südburgenland werden gefragt, ob sie ein Asylerstaufnahmezentrum in ihrem Ort unterstützen wollen – obwohl das Projekt Eberau vom Tisch ist und es keine Pläne gibt, in anderen Gemeinden ein solches Zentrum zu errichten. Hier wird die berechtigte Ablehnung eines konkreten Projektes zur unberechtigten Ablehnung aller AsylwerberInnen. Hier wird Wahlkampf mit Menschenrechten und Menschenschicksalen gemacht.
Die Plattform “Unser Burgenland ist anders” protestiert gegen diesen Mißbrauch der direkten Demokratie und dagegen, dass in AsylwerberInnen grundsätzlich eine Gefahr gesehen wird. In den ersten beiden Wochen haben über 1200 BurgenländerInnen und FreundInnen des Burgenlandes unseren Aufruf unterschrieben. Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass es weiterhin die Möglichkeit gibt, die Petition eines anderen Burgenland für ein anderes Burgenland zu unterzeichnen. Die Möglichkeit dazu gibt es auf der Website Es handelt sich dabei um den längst fälligen Einspruch gegen eine Politik des Populismus und der Emotionalisierung zum Zweck der Stimmenmaximierung im begonnen Wahlkampf!
Unser Burgenland ist anders.
Unser Burgenland ist weltoffen und hat keine Angst vor Fremden.
Unser Burgenland nimmt Verfolgte auf und bietet ihnen Schutz.
Unser Burgenland liebt die Vielfalt der Menschen.
Unser Burgenland durchschaut populistische Angstmacherei.
Unser Burgenland lässt sich nicht für Wahlkämpfe missbrauchen.
Unser Burgenland nimmt Demokratie ernst. Sehr ernst.
Daher rufen wir auf, bei der Volksbefragung am 21.3.2010 ungültig zu stimmen und dies am Wahlzettel deutlich zum Ausdruck zu bringen.
