10 Jahre lang hat man uns die Verlängerung der Bahn bis Grosspetersdorf, Rechnitz und letzlich bis nach Ungarn versprochen. Hat viel Geld hineingesteckt – siehe Details, hat Spatenstiche gemacht und Fahrpläne erstellt, wo dann doch kein Zug fuhr.
Nun soll die Strecke Friedberg-Oberwart völlig eingestellt und nicht ausgebaut werden. Ab 1. Aug. fährt kein Personenzug mehr ab Friedberg nach Oberwart. Der Güterverkehr soll zwar erhalten werden, aber es heiß nur wenn mehr transportiert wird, wie das funktionieren soll ist fraglich. Die Initiative “Pro Bahn Süd-Burgenland” versucht dieses Ende noch zu stoppen.
Natürlich würden wir uns alle mehr Fahrgäste auf dieser Strecke wünschen, allerdings hat sich die ÖBB nicht wirklich um diese bemüht, eher geschah das Gegenteil. Wie hat es Prof. Knoflacher bei der Protestkundgebung so schön gesagt ” Fahrgäste zählt man nicht, man macht sie.”

Österreich wird die Kyoto-Klimaschutzziele bis zum Jahr 2012 bei weitem nicht erreichen und deshalb rund eine Milliarde Euro für Emissionszertifikate ausgeben müssen. Stattdessen mehr in den Ausbau der Bahn zu investieren, wäre sinnvoller und auch sozial gerechter, meint Martin Blum (VCÖ).
Erst wurde der Stremtalbus (Roter Bus) praktisch von heute auf morgen eingestellt, jetzt soll die Bahn dran sein – was geschieht als nächstes? Der Region wird das sicher nicht guttun, dem Klima noch weniger. Und letztlich werden wir alle darunter leiden, denn die Zeit der Bahn bricht erst jetzt an, der Spritpreis steigt praktisch laufend.
Geschrieben von: Wolfgang Spitzmüller
am 31.05.2011
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