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Tierversuchs-Richtlinie kein großer Gewinn für Tierschutz

Pharma-Lobby hat sich durchgesetzt

“Das Europäische Parlament hätte am 5.5.2009 die Chance gehabt, einen Meilenstein für mehr Tierschutz zu setzen. Die Kommission hatte mit ihrem Vorschlag einen ersten Schritt getan, um die Transparenz bei Tierversuchen zu verbessern, die Zahl der Versuche zu reduzieren und Standards für die Unterbringung und Behandlung von Tieren während der Versuche zu setzen. Die Grünen hatten Änderungsanträge vorgelegt, die aus diesem Vorschlag eine echte Strategie zur stufenweisen Reduzierung von Tierversuchen und zur Verringerung von Tierleid gemacht hätten. Aber leider wurden die Vorschläge der Kommission erheblich abgeschwächt”“, kritisiert Eva Lichtenberger, Europaabgeordnete der Grünen.

Grüne fordern Herkunftskennzeichnung bei landwirtschaftlichen Rohstoffen

“Dioxin ist Gift. Dass es nun in irischem Schweinefleisch gefunden wurde lässt vermuten, dass entweder fahrlässig Futtermittel verschmutzt oder aber verseuchte Stoffe vorsätzlich in die Erzeugung von Mischfuttermitteln entsorgt wurden”, kritisiert Wolfgang Pirklhuber, Sprecher für Lebensmittelsicherheit der Grünen, anlässlich des Imports von 180 Tonnen dioxinverseuchten Schweinefleisches durch österreichische Verarbeitungsbetriebe.
Die Entsorgung von Müll über Futter ist eine ungeheure ‘Schweinerei’ und stellt eine ernste Bedrohung der Gesundheit von Tier und Mensch dar. Den Schaden haben wieder einmal die KonsumentInnen und die ehrlichen bäuerlichen ErzeugerInnen”, meint Pirklhuber.

Dem Etikettenschwindel mit der Verarbeitung von ausländischem Schweinefleisch muss umgehend ein Riegel vorgeschoben werden. Es ist einfach ungeheuerlich, wenn österreichische Verarbeitungsbetriebe einfach Dumping-Schweinefleisch verarbeiten und dann womöglich mit österreichischer Qualitätsauslobung exportieren oder sogar auf dem Inlandsmarkt in Verkehr bringen. Die Grünen Bäuerinnen und Bauern fordern daher eine strikte Herkunftskennzeichnung bei Verarbeitungsprodukten. Die KonsumentInnen haben ein Recht zu erfahren, welche Rohstoffe hier verarbeitet wurden, erläutert Pirklhuber und fordert von Gesundheitsminister Stöger eine Initiative zur Überarbeitung des Gütesiegel-Gesetzes.