Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
gestern, Dienstag, 27.20.2009 war in Donnerskirchen auf Einladung der SPÖ Donnerskirchen ein “Informationsabend” zum Thema Weiterbau der Autobahn/Schnellstraße S31 von Eisenstadt bis Donnerskirchen.
Als Vortragende/Redner waren Herr Hofrat Godowitsch, Bürgermeister Frippus/Donnerskirchen und Bürgermeister Hofherr/Schützen anwesend. Dadurch war vom Start weg klar, die Autobahnbefürworter wollten sich hier ein leichtes Heimspiel liefern und die DonnerskirchnerInnen pro S31 informieren.
Dazu ist es aber dann doch nicht gekommen, da die S31 Gegner zahlreich anwesend waren und so doch noch zu einer objektiven Info für die DonnerskirchnerInnen beigetragen haben. Besonders hervorzuheben ist hier die Leistung des sehr engagierten Donnerskirchner Vizebürgermeisters Mezgolits.
Die Argumente des Landesvertreters Godowitsch waren dünn wie eh und je, Bgmst Frippus hat durch Unwissen geglänzt und platte Parteiparolen von sich gegeben. Einzig Bgmst Hofherr aus Schützen hat aufhorchen lassen, auf die direkte Anfrage aus dem Publikum, ob er wirklich zu 100% die S31 Verlängerung haben will, antwortete er, dass er eine Umfahrung Schützen will, die Ausführung ihm jedoch egal sei, Hauptsache die B50 Anrainer werden entlastet. Dies lässt durchaus Raum für Spekulationen, denn offensichtlich ist es so, dass die Schützener nun auch in Person des Bürgermeisters nicht für die Verlängerung der S31 sind, sondern wie schon in der Vergangenheit mit einer Landesstraße zufrieden wären. Das entspricht ja auch der Forderung aller Bürgerinitiativen die gegen den Autobahnbau S31 eintreten, Umfahrung - Ja, Verlängerung S31 - NEIN
Ich hoffe es ist den gestern anwesenden DonnerskirchnerInnen auch klar gemacht worden (nicht von Godowitsch und Co!!), dass wenn die S31 verlängert wird, Donnerskirchen in Zukunft die “Trichtergemeinde” sein wird, wo der ganze Pendlerverkehr und auch private Transitverkehr sich stauen wird. Meine Anfrage diesbezüglich unter Zuhilfenahme der Asfinag Verkehrsprognosen für die Zukunft wurde im Übrigen von Hofrat Godowitsch nicht beantwortet, er war so gut vorbereitet, dass er diese Verkehrsprognosen scheinbar nicht kannte und das obwohl er doch angeblich der Fachmann für dieses Schnellstraßenprojekt ist.
Auch hat Hofrat Godowitsch erneut abgestritten, dass eine Verlängerung der S31 bis Parndorf im Gesamtverkehrskonzept Burgenland enthalten ist . Auch nachdem ihm dieses Gesamtverkehrskonzept vorgelegt worden ist wo dieser Passus enthalten ist:
AUSBAUMASSNAHMEN - langfristig
“Schaffung einer hoch/höherrangigen Verbindungsstraße Eisenstadt-Parndorf-Bruck a.d. Leitha(Umfahrung Schützen)”
hat er es immer noch nicht lesen können. Damit ist wieder einmal bewiesen, wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Eine weitere Anfrage meinerseits, warum gestern Transit LKWs in Massen und ungehemmt von Parndorf Richtung Eisenstadt und auch in die andere Richtung unterwegs waren wurde auch nicht beantwortet. Es wurde immer auf das am Papier existierende LKW Fahrverbot hingewiesen, aber die Forderung nach Exekutierung desselben wurde einfach ignoriert. Und so lässt es sich auch erklären, dass ich gestern im Laufe einer halben Stunde 20 Transit LKWs mit polnischen, rumänischen und deutschen Kennzeichen Richtung Neusiedl gezählt habe und die gleich Menge Richtung Eisenstadt. Dazu kommen noch einmal soviele LKWs mit steirischen und niederösterreichischen Kennzeichen. Alle sind einfach durchgefahren, das LKW Fahrverbot missachtend, weil leider nicht kontrolliert wird !
Arme Kirschblütenregion ! Niessl und Co. versprechen das blaue vom Himmel, geben dir aber lieber die Abgase der zukünftigen Thermenautobahn.
STOPP S31 - für unsere Kinder !
Nachdenklich,
Franz Horvath, Bezirkssprecher der Grünen
Geschrieben von: Franz Horvath am 28.10.2009
